Selbstliebe im gegenwärtigen Bewusstseins-Raum

Im gegenwärtigen Moment der gelebten Selbstliebe, in der
Stille des Seins,  beim gefühlten Fühlen,  können sich
unerlöste Spannungsmuster transformieren.

Dabei kann sich der Körper entspannen, so dass sich
eine wärmende Leere ausbreitet.

Ohne diese  gegenwärtig gefühlte Liebe  ist eine solche
Auflösung ein Geschehen,   das sich überwiegend nur im
Verstand, im Strom der Gedanken = gedachten Fühlen
abspielt.

Diese verstandesmäßige Art des Fühlens   führt dabei
zu einer Härte gegen sich selbst.

Unbewusste Anteile werden hierbei verstärkt ausgegrenzt
und somit als fremd und gefährlich empfunden, obwohl sie
doch Teile von uns sind,  die wir im gegenwärtigen Moment
des Bewusstseins erleben.

Der innere Dialog, der oft von verschiedensten Emotionen,
Glaubensmustern, Betrachtungen  in uns jeweils ausgetragen
wird, ohne dass sich unsere Wahrnehmung  groß daran stört,
wird auch als unbewusste Kreativität bezeichnet.

Bei jeder inneren Entscheidung, die wir treffen, bleiben einige
Anteile unseres inneren Dialogs, den wir mit uns selbst führen,
auf der Strecke. Allen Anteilen jedoch Recht getan, ist halt
eine Kunst, die keiner kann.

Sobald wir jedoch diese Bewusstheit unserer inneren Vielfalt,
Stimmen, Schatten-Aspekte, - Teilpersönlichkeiten vergessen,
tauschen wir hierbei den achtsam erlebten gegenwärtigen Moment
der Selbstliebe vermehrt gegen Glaubensmuster & Emotionen ein,
die uns immer mehr führen und beeinflussen.

Das fühlt sich möglicherweise zunächst einmal besser an,
engt aber die Anzahl der Möglichkeiten, unserer Potenziale,
die wir erkennen könnten, sehr ein.

Wir schöpfen dann nur noch aus dem Bekannten, aus der
Vergangenheit unserer Glaubensmuster, Gedanken
und gefühlten Erinnerungen.

Im gegenwärtigen Moment der Selbstliebe, beim gefühlten Fühlen
hingegen ist eine besondere Empfindung spürbar,  die unser em-
pfundenes Gewahrsein  in einer sinnlichen Weise nach innen hin
in den Quantenraum ausdehnt.  Dieses Erleben  ist die schöpfer-
ische Quelle unserer Kreativität.

Eine wahrnehmbare, öffnende, heilende und zuversichtliche Nähe
im gegenwärtigen Moment der Selbstliebe entsteht und breitet
sich aus, bei der auch die nötige Selbstbeobachtung, Empfäng-
lichkeit, Weichheit und Hingabe  mit sich selbst und anderen
möglich wird.